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Steven Burns Offline

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08.09.2007 00:03
Kaffefahrt nach Prag antworten

Es folgt nun ein kleiner Reisebericht meiner Abschlussfahrt, die vom Montag bis Heute in Prag stattfand.



Ich bin zwar sitzen geblieben, aber ich bin dennoch mit meiner alten Klasse mitgefahren, da ich einfach noch einmal mit meinen Leute feiern wollte. Einige kenne ich bereits seit 9 Jahren und so bin ich jetzt, da ich diese Sätze schreibe, etwas traurig, da es wohl das letzte mal war.


Montag, der 03.09.07

Morgens um 07.30 war bereits Abfahrt und so stand ich früh auf, um dann pünktlich und im strömenden Regen vor dem Bus zu stehen. Wir stiegen ein und fuhren eine Weile in trister Langeweile. Kurz vor Dresden machten wir die erste Pause und im Anschluss wurden im Bus die ersten Biere geöffnet und der Spaß konnte beginnen. Direkt nach der Grenze machten wir eine erneute Pause und die ersten Leute tauschten Geld und kaufen Wodka - Es war gerade mal 12.00 Uhr.
Kurz darauf besuchten wir das ehemalige Konzentrationslager Theresienstadt. Übrigens lernte ich, dass es eigentlich kein richtiges KZ war, denn diese Festung wurde schon immer als Gefängnis verwendet und zur Nazi Zeit diente sie als Gefängnis für politische Gefangene und als Durchgangslager für Juden, die von hier zum Vernichtungslager Auschwitz deportiert werden sollten. Dennoch war die Angelegenheit natürlich nicht angenehm und ich war froh als wir wieder im Bus saßen und die Laune bzw Vorfreude stieg.
Lang dauerte es nicht und wir waren ganz im Süden von Prag. Wir hielten vor einem recht ansehenlichen 21-stöckigen, gelben Bau, der den Namen unseres Hotel’s trug. Allerdings wurde uns gesagt, dass wir im Nebengebäude wären. Zwar nur 19 Stockwerke, aber dafür grau, hässlich und Platte. Oben angekommen sahen wir uns unsere Zimmer an. Alles ganz nett. Zwar eher klein und nicht so sauber, aber okay. Schlafen wollten wir sowieso nicht viel. Das “Umsehen” im Hotel dauerte gute 1 1/2 Stunden, dann gab es Abendbrot. Für mich hieß das trockene Nudeln, da es nur eine Art Gulasch dazu gab. Danach aß ich noch einen Keks mit eine sonderbaren, schwarzen Füllung.
Danach machten sich ca 10 Leute zum Einkaufen auf. Es war bereits 18.45 Uhr und als wir beim ersten, einheimischen Supermarkt ankamen, stellten wir fest, dass dieser nur bis 19.00 Uhr geöffnet. Allerdings fanden wir da drinnen nichts tolles und so kauften wir lediglich ein paar Dosenbier und suchten vergeblich ein Lidl, welches ausgeschildert war ( Ich entdeckte später, dass das Lidl erst am 13. September öffnet). Zu unserem Glück fanden wir nach vielen Fragen in holprigen Englisch ein Penny und wir kauften viel Bier und einige Flaschen Jelzin-Wodka. Alles ist unglaublich preiswert. So bekommt man z.b. 0,5 Liter Bier für umgerechnet vielleicht 15 Cent oder 1 Liter Schnaps für nicht mal 3 €.
Nun zogen wir durch die Straßen der Wohnviertel und ernteten viele teils ängstliche, teils hasserfüllten Blicke. Gegen 21.00 Uhr gingen wir zurück und sammelten uns in verschiedenen Zimmern. Ich schloss mich einer Poker-Runde an. Wir hatten sogar Chetons und es machte Spaß. Das dass ein oder andere Bier dabei weg gezischt wurde ist wohl selbstverständlich. Gegen 22.00 Uhr kam dann täglich ein Lehrkörper und verbannte die einzelnen Leute auf ihre Zimmer.
Ungefähr zu dieser Zeit ging ich auf dem Flur umher und plötzlich öffnete sich eine Tür und ein guter Kumpel flog mit entgegen. Der Alkohol forderte sein erstes Opfer. Ich ging danach auf mein Zimmer zu meinen “Kameraden” und wir unterhielten noch bis 01.00 Uhr.


Dienstag, der 04.09.07

Am zweiten Tag stand ich um 07.00 Uhr auf. Nachdem alle 5 Leute unserer Wohngemeinschaft sich einer mehr oder weniger gründlichen Reinigung unterzogen hatten, gingen wir zum Frühstück. Überraschend leckeres Brot und etwas welliger Käse und etwas Honig.
An diesem Tag war ein Stadtrundgang geplant. 09.00 Uhr sollte es losgehen und so standen wir um etwa 8.50 Uhr in de Hotel Lobby und warteten. Unser Reiseführer, der die deutsche Sprache nicht allzu gut beherrschte, kam pünktlich. 09.20 Uhr waren auch die letzten verkaterten Gestalten aufgetaucht und es konnte losgehen. Wir fuhren mit der U-Bahn zum Museum bzw Wenzelsplatz und liefen dort hinunter. Immer wieder mussten wir stehen bleiben und uns zu lange Reden des Führers antuen. Ich finde sowas ja normalerweise interessant, aber das war zu ausführlich.
( Um nochmal auf die U-Bahn zurück zu kommen. Wir fuhren mehrmals täglich damit und es verschwanden einige Portemonnaies. Ich blieb verschont.)
Wir sahen bei dieser 4-Stündigen Führung die Altstadt, die Molau, die Karlsbrücke und diverse schöne, alte Gebäude, sowie den berühmten jüdischen Friedhof. Ab 14.00 Uhr hatten wir zwei Stunden Freizeit in der Innenstadt. Ich kaufte mir ein Baguette mit ranzigen Tomaten und dann liefen wir zu dritt von Tabak-Laden zu Tabak-Laden auf der Suche nach deutschem Bier - Vergebens. Im Anschluss an unsere “Freizeit” gingen wir U Fleku - Eine Kneipe in der es weltberühmtes Schwarzbier gab. Zwar sehr teuer, aber doch recht lecker. Da es mittlerweile schon spät am Nachmittag war, fuhren wir nach Hause, da es ja täglich um 18.00 Uhr Abendbrot gab.
Nachdem wir ( Dieses Wir bezieht sich immer auf eine kleinere Gruppe von ca 6 Personen) gegessen hatten, gingen wir zu unserem U-Bahnhof in dem sich ein kleiner Supermarkt befand, Außer ein paar Bier-Dosen konnten wir hier jedoch nicht’s erstehen. Nachdem wir ein paar Leute befragten, fuhren wir mit der U-Bahn eine Station zu einem großen Einkaufszentrum. Nun bemerkte ich mein nicht mehr ganz einwandfreies Baguette. Mir war schlecht. Ich kaufte schnell einige Bier und saß mich draußen auf eine Bank. Die anderen standen ewig für nur 8 Flaschen Jelzin an. Ich war froh als wir wieder im Hotelzimmer waren. Ich lag mich erstmal hin. Danach ging es erneut Pokern und Loikaemie+Onklez Hören. Der Abend ging schnell vorbei und wir lagen alle ( Also die Leute mit denen ich verkehrte) früh in den Federn.


Mittwoch, der 05.09.07

07.00 Uhr Aufstehen, Duschen und Frühstücken. Wie am Vortag. An diesem Tag sollte es Vormittags auf irgendeinen Turm gehen, jedoch wurde das glücklicherweise abgesagt und so konnte ich nochmal ein wenig dösen. Gegen 11.00 Uhr gingen wir auf irgendeinen Hügel auf dem sich eine Kirche ( Oder Dom?) und einige ansehnliche Häuser standen. Ich empfand das eher als langweilig.
Danach hatten wir wieder Aufenthalt in der Stadt. Meine Leute wollten immer zu MC Donalds und als Vegetarier esse ich da natürlich nicht’s und so musste ich auch noch hungern. Wir haben uns dann zum Bahnhof durch geschlagen, wo sich unser schöner Reisebus befand. Dieser fuhr uns nach Mlada Boleslav zu den Skoda-Werken. Wir machten erst eine Führung durch’s Museum, dann sahen wir zwei Kurzfilme und dann durften wir durch die Hallen laufen ( Also natürlich auf einer Linie und bewacht). Es war zwar ebenfalls eher langweilig, aber doch schon interessant mal sowas zu sehen. Wieder daheim kauften wir ein und aßen zu Abend.
Danach ging ich wieder zu den Poker-Leuten, jedoch wollten diese mich nicht mehr mitspielen lassen und so ging ich in ein anderes Zimmer - Das Mädchen Zimmer in dem sich ca 18 Leute aufhielten. Ich befand mich, immer noch schlecht gelaunt, mit einem Kumpel im Fensterbrett und wir tranken in Ruhe ein Bierchen nach dem anderen. Irgendwann lag ich dann da im Bett und döste vor mich hin, trotz der Lautstärke. Plötzlich kommt einer meiner besten Freunde an und zieht mich an den Beinen hoch. Ich konnte wohl nicht mehr ganz gerade gehen und bin voll zwischen die Leute geknallt und habe wohl einige Flaschen umgerissen. Die haben mich dann da rausgeschmissen, weil sie meinten ich sei zu besoffen. Jedoch war es lustig sich die anderen anzugucken. Weil einige anscheinend nach 4 Bier besoffen waren. Ich ging jedenfalls in ein anderes Zimmer und habe mich mit 2 Kollegen unterhalten. Dann klopfte es an der Tür und jemand stand mit 3 Flaschen in der Hand da. Von nun an ist meine Erinnerung nicht mehr da. Ich weiß weder was ich gemacht habe, noch wer mich ins Bett gebracht hat.


Donnerstag, 06.09.07

Völlig Verkartet wurde ich aus meinem wohlverdienten Schlaf gerissen. Und jetzt sah bzw spürte ich es: Meine Arme und Beine waren von blauen und grünen Flecken überseht. Außerdem hatte ich überall blutverkrustete Wunden. Zudem war einer meiner Zähne abgebrochen und zwei weitere sind locker. Scheiße tut das weh. Ich konnte an diesem Tag nicht’s mehr essen. Dann sind wir nur in der Stadt gewesen. Erneut saß ich in irgendeinem stinkenden MC Donalds, doch danach besuchten wir die Stachopramen Brauerei. Dort gab es mal eine Führung nach meinem Geschmack. Sehr kurz, informativ und mit Kostprobe. Wobei die Überflüssig war. Hatte ich doch von selbigen Bier ca ein dutzend Flaschen allein am Vortag getrunken.
Jetzt ging es erstmal ins Hotel bzw gleich einkaufen. Ich kaufte mir (deutschen) Pudding, da ich ja keine feste Nahrung essen kann / konnte und dazu noch einige Getränke. Nun war Disco angesagt. Da hatten die meisten keinen Bock drauf. Ich gehörte natürlich dazu. Ich verabscheue diese Lokalitäten geradezu.
Wie singen Slime:
“Weißes Jacket und weiße Hose
Sie haben Pomenade auf dem Kopf und in der Hose
Sie tragen teures Plastik und oben ohne
Und das sind Horrornächte in der DISCO-Zone
Samstag Nacht - Discozeit
Girls girls girls zum Ficken bereit
Eltern überall in großer Not
Die Discowichser tanzen sich tot
Disco befreit von allen Zwängen
Doch der Nebeneffekt: man vergißt zu denken
Plastic-Musik dröhnt dir in die Ohren
Alptraum danach am Sonntagmorgen
Samstag Nacht - Discozeit
Girls girls girls zum Ficken bereit
Eltern überall in großer Not
Die Discowichser tanzen sich tot
Samstag Nacht - Discozeit
Girls girls girls zum Ficken bereit
Eltern überall in großer Not
Die Discowichser tanzen sich tot
Hirnis überall wohin du siehst - Discopopper
Geschniegelt, gebügelt und verspießt - Discoficker
Hirnlos, machtlos, kein Gewissen - Discopopper
Solche Typen haben bei uns verschissen - Discoficker
Samstag Nacht - Discozeit
Girls girls girls zum Ficken bereit
Eltern überall in großer Not
Die Discowichser tanzen sich tot
Tot!”

Unser Lehrkörper versprach mir, dass es dort in einem der Clubs auch Rock-Musik gäbe. Ich dachte “Na ja Rock-Pop ist zwar auch nicht toll, aber kann man ertragen”, aber leider gab es nicht mal das. Es gab einen Techno Raum, einen Hip-Hop Raum, einen Raum mit 60er Jahre Musik, einen mit 80er Jahre Musik und einen mit normaler Disco-Musik. Ich befand mich dann im 80er Jahre Musik-Raum und miesgelaunt wäre eine harsche Untertreibung gewesen. Ich saß da und gab mein letztes Geld für Tequilla aus. Plötzlich kam da so ein Mädchen rein und setzte sich zu mir. Endlich wurde der Abend erträglich. Sie war zwar mindestens 5 Jahre älter und kam aus Holland aber mit einem Kumpel zusammen konnte ich mich auf Englisch verständigen. Mehr als ein bisschen Fummeln und eine schwammige Verabredung für spät in der Nacht kamen allerdings nicht mehr bei rum.
Wir sind dann gegen 23.00 Uhr raus und waren erstmal auf einem Parkplatz pissen. Danach sind wir,also zwei Klassen, mit der U-Bahn heimgefahren bzw gelaufen und es ging richtig los. Wir sangen Fußball Lieder bis jeder keine Stimme mehr hatte. 50 besoffene Jugendliche erregen auch in so einer Metropole gewaltiges Aufsehen und es war schon geil. In der U-Bahn stiegen sogar zwei Kontrolleure ein, aber offensichtlich wollten sie uns nicht mal mehr kontrollieren.
Daheim haben wir uns im Zimmer versammelt und weiter gefeiert und alle Vorräte versoffen. Schließlich war es der letzte Abend. Irgendwann gegen 00.45 klopfte es an der Tür. Unsere Lehrer waren unten in der Bar. Einige Mädchen schleppten einen Kollegen rein. Er war ohnmächtig geworden, blass, zitternt und zudem drohte er an seiner Kotze zu ersticken zumal er immer wieder aufgestanden ist. Zwei Dutzend kaum weniger betrunkene Leute rätselten nun, was denn zu tuen sei. Irgendwer holte dann unsere Lehrer und die haben ihn dann erstmal “bearbeitet”. Bei dem Krawall konnte aus unserer Wohneinheit natürlich niemand schlafen und so lungerte ich noch bis um 02.00 Uhr in irgendeinem Zimmer rum. Danach sind wir dann endlich in unser Zimmer. Jedoch konnten wir nicht schlafen. Über uns warfen Leute ca 70 Flaschen und 2 Stühle aus dem Fenster und so saßen wir mitten in der Nacht rum, aßen Pudding und tranken. Gegen 03.30 war dann endgültig Schluss.


Freitag, der 07.09.07

Zweieinhalb Stunden nach dem wir uns schlafen legten klingelte der Wecker. Wir packten unsere Sachen und versuchten unser Zimmer so herzurichten, dass wir die Kaution wieder bekamen. Denn bei uns war ein Kissen geplatzt und ein Stuhl war durch gebrochen. Zudem fehlten einige Handtücher. Folglich bekamen wir das Geld nicht wieder. 09.00 Uhr sind wir dann mit dem Bus Richtung Heimat gefahren. Und 15.00 Uhr waren wir dann endlich zu Hause.


Fazit: Geil!

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Chaos, Punk und Anarchie
und zerstört die Industrie
Industriegestank wie nie
wir machen alles zu Schutt und Müll
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wir machen alles zu Schutt und Müll

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